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Reformation und Musik 2012

„Reformation und Musik“ 2012 - Kirchenmusikstafette

Musik fasziniert, berührt und bewegt. Zu allen Zeiten. Musik war der Herzschlag der Reformation, denn Martin Luther setzte als Erster theologische Erkenntnisse in Choräle um, die alle Menschen singen konnten. Der Gemeindegesang und die Kirchenmusik sind bis heute unverzichtbare Elemente des evangelischen Lebens.
Diese Tradition wird 2012 bundesweit mit dem Themenjahr „Reformation und Musik“ gefeiert – eine Wegmarke der Lutherdekade, die zum Reformationsjubiläum 2017 hinführt.
In der Evangelischen Kirche im Rheinland gibt es dazu eine „Kirchenmusik-Stafette“ durch die 38 Kirchenkreise: An fast jedem Tag dieses Jahres erklingt in einer Kirche im Rheinland Musik, wobei das Singen jeweils einen Schwerpunkt bildet. Die musikalische Stafette machte im März Station im Kirchenkreis Koblenz. Viele Konzerte waren zusätzlich auch in die deutschlandweite Stafette der EKD „366plus1 - Kirche klingt 2012“ eingebettet. Folgende Veranstaltungen fanden im Rahmen der Kirchenmusikstafette im Kirchenkreis Koblenz statt: 

Sonntag, 11.3., 18.00 Uhr, Koblenz, Christuskirche
„My Desire – Von der Sehnsucht nach Gott“
Gospel meets Psalm 25
Gospelchor der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Mitte
Pfarrerin Sophia Döllscher, Lesung
Rüdiger Wink, Bass
Andreas Hermjakob, Percussion
Christian Tegel, Leitung

Dienstag, 13.3., 19.00 Uhr, St. Goar, Stiftskirche   
„Begegnungen“, Abendmusik zur Passionszeit mit Chormusik

Mittwoch, 14.3., 19.00 Uhr, Andernach, Christuskirche   
„Geistliche Abendmusik zur Passionszeit“, mit Chormusik

Donnerstag, 15.3., 20.00 Uhr, Bad Neuenahr, Martin-Luther-Kirche   
„Nacht der spirituellen Lieder“, mit Chormusik

Freitag, 16.3., 20.00 Uhr Remagen, Friedenskirche
„Remagen in der Liebesflamme“, mit Gesang und Orgel

Samstag, 17.3., 19.30 Uhr, Koblenz, Florinskirche      
„Wie lieblich sind deine Wohnungen“
Chor- und Bläserkonzert
Evangelische Kantorei Koblenz
Chor der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf
Evangelischer Singkreis Koblenz-Karthause
Posaunenchor des Evangelischen Gemeindeverbandes Koblenz
Leitung: Annette Rohland, Sebastian Kämpf, Christian Tegel


Monatslieder 2012

In diesem besonderen Jahr „Reformation und Musik“ wollen wir auch das Singen in unseren Gottesdiensten fördern. Dazu gibt es seit dem 8. Januar im ganzen Jahr 2012 so genannte Monatslieder, die jeweils für einige Wochen in allen Gottesdiensten der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Mitte gesungen werden.
Die Idee der Monatslieder ist es, bisher unbekannte wie allmählich ins Vergessen rutschende Lieder unserer Gemeinde neu vertraut zu machen. Unser aktives Liedrepertoire wird damit bereichert und es lassen sich so auf wunderbarem Wege wahre Schätze unseres Evangelischen Gesangbuches neu entdecken.

 

Weitere Informtaionen zu "Reformation und Musik"

 "Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes; sie vertreibt den Teufel und macht die Menschen fröhlich." So beschreibt Martin Luther die Bedeutung der Musik für Glaube und Gemüt. Der Gemeindegesang wurde von der "Wittenberger Nachtigall", wie Luther ob seiner vielen Lieddichtungen genannt wurde, als "singende Verkündigung" des Evangeliums und der neuen Lehre hoch geachtet.

Grundstein für europäische Musikkultur

Doch soll das Themenjahr "Reformation und Musik" eine klingende Hommage nicht nur an den wortgewaltigen Dichter und Reformator Luther selber sein, sondern zugleich auch an den großen Reichtum protestantischer Kirchenmusik erinnern. So gilt es, die weltberühmte Tradition eines Paul Gerhardt, Johann Sebastian Bach, aber auch von Walter, Schütz und Telemann, Fasch und Mendelssohn Bartholdy – um nur einige zu nennen – zu pflegen und in Erinnerung zu rufen. Zudem feiert der Leipziger Thomanerchor 2012 sein 800-jähriges Bestehen. Nicht zu überhören: Die Reformation legte einen Grundstein für die europäische Musikkultur.

Ein Themenjahr "Reformation und Musik" auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 hätte Luther also gewiss gefallen. Er selbst war ein geübter Sänger und Lautenspieler. In seinem Werk als Komponist und Lieddichter hat er die reformatorischen Glaubenssätze zu Musik verdichtet. Seine Lieder sowie die seiner Anhänger entfalteten große Wirkung bei der Ausbreitung der Reformation.

Gemeinsames Singen und Musizieren

Und sie gründeten damit eine ganz eigene protestantische Tradition der Kirchenmusik. Der - deutschsprachige - Gemeindegesang ist seither ein wichtiger Teil des Gottesdienstes und der Liturgie. Dass alle an der Musik aktiv teilhaben, gehört zu den ureigensten reformatorischen Impulsen. Das gemeinsame Singen und Musizieren ist bis heute ein besonders lebendiger und attraktiver Teil des evangelischen Gemeindelebens. Die große Bedeutung dieser Kultur für die musikalische Bildung, wie auch für die Bildung im Allgemeinen, ist nicht zu unterschätzen. Verblüffend aktuell klingt in dieser Hinsicht Luthers Plädoyer für den Wert der Musik: "Wer diese Kunst kann, der ist von guter Art, zu allem geschickt. Man muss die Musik unbedingt in den Schulen behalten. Ein Schulmeister muss singen können, sonst sehe ich ihn nicht an."

Eröffnung des Themenjahres wo Bach getauft wurde

Am Reformationstag, 31. Oktober 2011, wird das fünfte Themenjahr der Lutherdekade feierlich mit Festgottesdienst, Festvortrag und Empfang in Eisenach und der Georgenkirche eröffnet. Hier steht der Taufstein, an dem Johann Sebastian Bach getauft wurde. Der junge Martin Luther war hier Kurrendesänger.

Der Leipziger Thomanerchor feiert 2012 seinen 800. Geburtstag. Und einer ihrer langjährigen Kantoren war Bach. Das Motto lautet: "800 Jahre Thomaner - glauben, singen, lernen".  Auch sollen sich im Jahr 2012 zahlreiche Veranstaltungen - Gottesdienste, Konzerte und Symposien -  regelrecht "wie ein Band" durch das kommende Jahr ziehen. Unter dem Motto "366plus1 - Kirche klingt" will die evangelische Kirche vom 1. Januar an täglich und darüber hinaus in der Osternacht den "künstlerischen Schatz der Reformation" zum Klingen bringen: mit Motetten, Liedern, Orgel- und Konzertmusik, kleinen und größeren Ensembles, Jazzformationen und Gospelbands. Dabei spielt die Musik immer wieder woanders: Das Konzert-Band zieht von Süden nach Norden und zurück nach Mitteldeutschland bis ins Erzgebirge.

Musik ist die beste Labsal für einen betrübten Menschen

Für die Ausgestaltung des Themenjahres erfahren viele Akteure und Initiativen vor Ort bei ihren Konzerten, Ausstellungen und Wettbewerben kräftige Unterstützung von den Kirchen, dem Bund, Ländern und Kommunen. Auch dafür kann ein Luther-Zitat Pate stehen: "Könige, Fürsten und Herren müssen die Musik erhalten; dem großen Potentaten und Regenten gebührt es, über guten freien Künsten und Gesetzen zu wachen." Für Luther war die Wirkung der Musik eindeutig: Sie ist die beste Labsal für einen betrübten Menschen! Gibt es etwas Besseres, was wir dem Musikjahr 2012 wünschen können?

(Quelle: Homepage der EKD)

 

 

 



Ev. Kirchengemeinde Koblenz-Mitte
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