Luckau-Partnerschaft
Begegnung 2012
Unser Partnerschaftsbesuch in Luckau wird zur Zeit für den September 2012 geplant. Das nächste Planungstreffen findet am 22. März 2012 statt. Interessenten und Gäste sind herzlich willkommen.
Bericht von der Begegnung 2011:
Vom 1. - 4. Juli 2011 fand die Partnerschaftsbegegnung zwischen Luckau und Koblenz in Koblenz statt. Schwerpunkt war der Besuch des ökumenischen Kirchenprojekts "Kirche auf der BuGA". Unsere Gastgeberinnen und Gastgeber aus Koblenz durften 35 Gaeste aus Luckau begrüssen. Eine solch große Gruppe hatten wir in den letzten Jahren nicht - die BUGA lockte.
Unser Programm war sehr vielfältig. Zunächst am Freitag der Emfang der Gruppe im Cafe Atempause . Samstags Besuch der BUGA mit Abendandacht in der Festungskirche (gestaltet von Pfarrer Martin Pietsch unserem Luckau-Beauftragten).
Sonntags vormittags besuchten wir den Gottesdienst im Dreifaltigkeitshaus auf der Karthause und durften einen leckeren Eintopf und deren Gastfreundschaft genießen. Sonntags abends trafen wir uns im Gemeindezentrum Güls (Steinebirker Weg) um die neuesten Neuigkeiten aus Luckau und Koblenz auszutauschen.
Am Montag verabschiedeten wir unsere Gäste dann mit einem Reisesegen unter Beteiligung unseres Kantors Christian Tegel mit der neuen Orgel in der Florinskirche.
Die Begegnung war sehr gelungen und wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch in Luckau im kommenden Jahr.

Wie kam es zu dieser Partnerschaft?
Bereits kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges, als die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten gezogen wurde, übernahmen Kirchengemeinden in der Bundesrepublik Patenschaften zu Kirchengemeinden in der DDR. Der damaligen Evangelischen Gemeinde Koblenz wurde die Gemeinde Luckau in der Niederlausitz zugeordnet.
Diese Patenschaften waren zunächst eher auf materielle Hilfe für die Kirchen im östlichen Teil Deutschlands ausgelegt. Persönliche Begegnungen fanden ab den 70er Jahren dennoch unter schwierigen Bedingungen (meist nur in Ostberlin) immer öfter statt. Die Beziehungen blieben trotz der widrigen Verhältnisse im Grenzverkehr lebhaft und entwickelten sich schließlich immer mehr zu echten Partnerschaften, nachdem die materielle Not in der ehemaligen DDR gemildert wurde. Immer öfter reisten Delegierte der westlichen Gemeinden zu Besuchen in die östlichen Gemeinden.
Wie vollzog sich die Entwicklung nach der Wiedervereinigung? Wie geht es weiter?
Mit dem Fall der innerdeutschen Grenze wurden aus Paten Partner. Neue Beziehungen zwischen den beteiligten Familien wurden geknüpft. Die Begegnungen im Rahmen der Partnerschaft -jetzt in beiden Richtungen möglich- wurden zahlreicher. Es fanden und finden jährlich Besuche von Gemeindegliedern statt, wechselweise einmal in Koblenz und einmal in Luckau, u.z. jeweils an einem verlängerten Wochenende über die Zeit von freitags bis montags. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesen Begegnungen schwankt zwischen 10 und 20 Personen. Alle Gäste hier wie dort werden in Familien untergebracht. Bei jedem Treffen wird über besondere Ereignisse im Gemeindeleben berichtet. Der gemeinsame Gottesdienst ist selbstverständlich. Neben dem Austausch über kirchliche und theologische Themen wird auch ein kleines touristisches Programm angeboten, denn im gemeinsamen Erleben von Neuem liegt auch die Chance zum besseren „Einander-Kennenlernen“.
Im kommenden Jahr werden sich 2 Luckauer Delegationen auf den Weg nach Koblenz machen.
Im Februar wollen Pfarrerin Strauch aus Luckau und Pfarrerin Braun-Miksch aus Lützel mit ihren Konfirmandengruppen ein gemeinsames Konfirmandenwochenende zum Thema: Glaubensbekenntnis durchführen.
Die zweite Begegnung findet statt vom 1. bis 4. Juli 2011 in Koblenz. Dabei wird die Bundesgartenschau auch mit ihrer kirchlichen Präsenz einen Schwerpunkt der Begegnung bilden. Da sich schon jetzt viele Luckauer für diese Fahrt interessieren, suchen wir jetzt schon Koblenzer Gemeindeglieder, die bereit sind, in dieser Zeit einen Gast zu beherbergen.
Was sind die Ziele der Partnerschaft?
- Die Besinnung auf den gemeinsamen Glauben in einer immer stärker säkularisierten Gesellschaft.
- Der Austausch über die Situation und Problemanzeigen der Kirchengemeinden.
- Knüpfen und Festigen menschlicher Kontakte. Vielleicht kann die Partnerarbeit zum Abbau der „Mauer in den Köpfen“ beitragen.
Wer trägt die Partnerarbeit?
In Koblenz besteht ein kleiner Arbeitskreis, dem Gemeindeglieder aus den Gemeinden Karthause, Lützel und Mitte angehören. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die gegenseitigen Besuche und Begegnungen weiterleben zu lassen. Die theologische Begleitung des Arbeitskreises hat Herr Pfarrer Martin Pietsch übernommen.
Interessierte Gemeindeglieder sind zur Mitarbeit herzlich eingeladen.
Ansprechpartner sind Pfarrer Martin Pietsch, Frau Susanne Kröber-Radermacher und Herr Waldemar Kalisch.
Wo liegt Luckau?
Luckau ist eine Stadt von 7.000 Einwohnern in der Niederlausitz am westlichen Rand des Spreewaldes. Sie liegt in reizvoller Umgebung etwa 80 Kilometer südlich von Berlin.
Die St. Nikolai-Kirche, eine gewaltige Hallenkirche der Backsteingotik aus dem 13. bis 15. Jahrhundert ist das Wahrzeichen der Stadt. Sie gehört mit zu den schönsten und größten Stadtkirchen der Mark Brandenburg. In der Kirche finden regelmäßig Orgelkonzert statt, zu denen Besucher von weither kommen.
Außerdem gibt es einen großen Marktplatz mit klassizistischem Rathaus und prächtigen Bürgerhäusern aus dem 17 Jh.
Mehr über die Evangelische Kirchengemeinde Luckau in Brandenburg finden Sie hier.